Die Vakuummetallisierung eröffnet Herstellern spannende Möglichkeiten: Aus leichten und kostengünstigen Grundmaterialien lassen sich Produkte mit luxuriösem, metallischem Erscheinungsbild herstellen. Doch welche Materialien eignen sich gut für dieses Verfahren? Welche Kunststoffe können metallisiert werden – und ist eine Beschichtung von Metalloberflächen ebenfalls möglich? In diesem umfassenden Leitfaden geben wir klare Antworten auf diese Fragen.
Bei der Vakuummetallisierung wird in einer luftleeren Kammer Metall – meist Aluminium – bei hoher Temperatur verdampft. Der Metallnebel schlägt sich anschließend gleichmäßig auf der Oberfläche des Materials nieder. Damit die Beschichtung dauerhaft, gleichmäßig und optisch hochwertig wird, muss das Ausgangsmaterial mehrere Kriterien erfüllen:
Thermoplastische Kunststoffe eignen sich ideal für die Vakuummetallisierung. Diese Materialien werden beim Erhitzen weich, verhärten beim Abkühlen und lassen sich hervorragend mit einer metallischen Schicht versehen.
Polypropylen (PP)
Polypropylen gehört zu den am häufigsten metallisierbaren Kunststoffen. Es ist leicht, langlebig, kostengünstig und wird häufig in der Verpackungsindustrie, im Automobilbau und bei Haushaltsprodukten eingesetzt.
Eigenschaften:
Typische Anwendungen: Kosmetikflakons, Kunststoffdeckel, Innenverkleidungen im Automobilbau, Griffe von Haushaltsgeräten
ABS (Acrylnitril-Butadien-Styrol)
ABS ist aufgrund seiner hervorragenden mechanischen Eigenschaften und seiner hochwertigen Oberflächen besonders beliebt. Es ist schlagfest, gut formbar und bietet eine perfekte Basis für Metallschichten.
Eigenschaften:
Typische Anwendungen: dekorative Autoelemente (z. B. Chromgitter, Embleme), Elektronikgehäuse, Spielwaren, Möbeldekore
Polystyrol (PS)
Polystyrol ist ein leichtes, starres und preiswertes Material, das sich gut metallisieren lässt. Es ist besonders in der Verpackungsindustrie und bei Dekorationsartikeln verbreitet.
Eigenschaften:
Typische Anwendungen: Kosmetikverpackungen, Dekorationselemente, Weihnachtsornamente, Spiegelrahmen
Weitere metallisierbare Kunststoffe
Überraschenderweise lassen sich nicht nur Kunststoffe, sondern auch Metalloberflächen metallisieren. Dies ist besonders nützlich, wenn ein Metallteil dekoriert, eingefärbt oder zusätzlich geschützt werden soll.
Warum Metall metallisieren?
Beispiel: Metallgehäuse von Deckenleuchten
Metallgehäuse von Decken- oder Einbauleuchten (typischerweise Stahl oder Aluminium) erhalten durch Metallisierung eine hochglänzende, gleichmäßige Oberfläche. Dies verbessert nicht nur die Optik, sondern steigert auch die Lichtreflexion – ein klarer funktionaler Vorteil.
Weitere Anwendungsgebiete:
Ein Material ist nur dann metallisierbar, wenn die Oberfläche entsprechend vorbereitet wird. Typische Schritte:
Nur mit sorgfältiger Vorbehandlung entsteht eine haltbare, gleichmäßige und fehlerfreie Metallschicht.
Nach der Metallisierung wird oft ein Schutzlack aufgetragen, der:
UV-Technologie: Für höhere Schutzanforderungen sorgen UV-härtende Lacke für maximale Beständigkeit.
Es gibt Materialien, die nur schwer oder gar nicht metallisiert werden können: